Immoblilienpreise in Spanien

Immobilienpreise in Spanien, eine aktuelle Untersuchung..

Obwohl die offiziellen Zahlen vom Nationalen Statistikinstitut (INE) erst morgen veröffentlicht werden, gab es gestern einen Vorgeschmack der Immobilienpreise in Spanien von der Immobilienbewertungsgesellschaft TINSA…..

Dazu muss gesagt werden, dass die offiziellen Zahlen Quartalszahlen sind und TINSA de Zahlen monatlich herausgibt. Die Gruppe TINSA veröffentlicht seit 2001 Daten über den spanischen Immobilienmarkt und hat allein in Spanien 32 Niederlassungen, sie ist aber auch noch in 25 anderen Ländern vertreten. Den kompletten Bericht mit allen Einzelheiten können Sie sich direkt bei TINSA IMIE August 2012 anschauen und auch als PDF-Datei herunterladen.

Aber kommen wir zu den Zahlen: Verglichen mit dem Monat August 2011 haben die Immobilienpreise in Spanien 11,6% an Wert verloren. Den höchsten Verlust mussten dabei die Immobilien am Mittelmeer hinnehmen (14,7%), gefolgt von Haupt- und Großstädten mit 13,3%. Auf den Kanaren und den Balearen kam es im Vergleich zum Vorjahresmonat zu einem Wertverlust von 11,5%, nachdem die Inseln im Vormonat (im Jahresvergleich Juli 2001-2012) noch mit 14% das Feld anführten.

Immobilienpreise-spanien-august-2012

Wie man auf diesem Chart gut sehen kann, hält der Abwärtstrend weiter an und im Moment sieht es nicht nach einer Stagnierung und noch viel weniger nach einer Wertsteigerung aus. Ausschlaggebend dafür ist aber logischerweise nicht nur die Bankenkrise oder die Immobilienblase, sondern auch der gesunde Menschenverstand. Damit zu einer stetigen Wertsteigerung einer Immobilie kommen kann, muss auch eine nationale Nachfrage vorhanden sein. Damit diese vorhanden ist, müssen die Gehälter der beschäftigten Personen in einem vernünftigen Verhältnis zu dem Preis einer Immobilie stehen.

Bei der aktuellen Lage der Immobilienpreise und der Gehälter kann davon aber keine Rede sein.

Wie weit können die Preise noch fallen?

Ein einfache Frage, auf die es aber keine richtige Antwort gibt. Nach meiner ganz persönlichen Meinung werden die Preise in dem Moment stagnieren, in dem eine spanische Familie sich den Luxus einer Wohnung erlauben kann. Wenn man sich die reelle Einkommensverminderung durch die Sparmassnahmen (mehr Steuern, weniger Leistungen) der Regierung anschaut, und auch die aktuell herrschende Rezession bedenkt, kann dies noch lange, lange dauern.

Da ich nun gerade bei aktuellen Themen bin, möchte ich auch einen anderen Artikel empfehlen: Auswirkungen des Urteils vom Bundesverfassungsgericht auf Spanien

 

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